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GrenzlandEin Gedankenjournal
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Nun sind zwei ukrainische Brüder gleichzeitig Weltmeister
… und ein Nörgler sitzt vorm TV-Gerät. AC/DC – so findet dieser Nörgler – passt nicht zu einem ukrainischen Boxer. Besser wäre – so nörgelt er weiter - etwas slawischer Pathos, eigens komponiert für Vitali Klitschko. Oh ja, – eine Komposition die klingt wie die russischen Soldatenlieder aus WWII, ähnlich wie: “… Steht auf zum tödlichen Kampf …”, nur komponiert für und dargeboten von einem ukrainischem Chor. Auf ukrainisch. Und intoniert vom Filmorchester Babelsberg….
Es ist im Übrigen angenehm zu beobachten, wie sehr sich die Gebrüder Klitschko mögen. Wäre es anders - also würden sich die beiden ukrainischen Box-Brüder nicht leiden können, hassen vielleicht sogar – würde man dies wohl überall als Gleichnis für ukrainische Politik geltend machen. Es ist jedenfalls schön, dass sich diese Brüder verstehen. Ein Ort mit beschränktem InternetzugangIrgendwo - bei uns - in Deutschland.
Kein Ort. Nirgends.
Bin erst Samstag wieder da, wo ich hingehöre. Ein Vorteil multikulturellen Zusammenlebens besteht darin, dass nicht allen Familienmitgliedern abgestandene Sprüche geläufig sind
(Das habe ich heute früh bemerkt) Wir sind derzeit getrennt voneinander, chatten oft, senden einander E-Mails. Täglich 7:30 Uhr telefonieren wir.
Heute:
Der Spruch ist so alt, so abgestanden, so bescheuert, dass es mir unangenehm ist ihn gesagt zu haben. Wie konnte er etwas überhaupt " heraus" rutschen? Peinlich, peinlich... Aber Lena hatte diesen blöden Spruch offenbar der Ukraine noch nie gehört. Weshalb sie lachen musste. Herzhaft. Ich lachte schließlich auch. Weil Lena lachte. Da hat man endlich einmal einen angenehmen Traum und wird mittendrin geweckt…
“Andreas, - du schnarchst!” Okay, – das Wecken ist berechtigt. Aber man kommt von nun an nicht wieder in den alten Traum rein. Man kann sich anstrengen wie man will, – ist der Traum einmal unterbrochen, isser weg. Vielleicht würde man es noch schaffen, ihn zu notieren, aber ihn fortzusetzen ist unmöglich. So geht es mir auch mit den Postings. Da fängt man was an, hat keine Zeit, das Fragment bleibt stehen, aber so richtig “rein” - dergestalt dass ich erneut zum Thema auf die Tasten hauen möchte - kann irgendwie nicht gelingen. Den Beitrag zu den “Zwölf Stühlen” wird wohl noch etwas liegen bleiben müssen. Apropos “Zwölf Stühle”, apropos Odessa: Als wir das erste Mal gemeinsam in Odessa ankamen instruierte mich Lena dergestalt, dass ich, während sie bereits im “Londonskaja” ein Zimmer ordern wollte, einen Parkplatz suchen solle. Also parkte ich in einer Nebenstraße und Lena kam wenig später enttäuscht zum Stellplatz, - “dort scheint nichts frei zu sein”. Was ich mir nicht vorstellen konnte. Ich bin also selbst an die Rezeption des Hotels gegangen, trug dabei meinen Deutschen Pass vor mir her und bat in einer Art Indianer-Russisch das Personal, mir “Odin Komnata” zur Verfügung zu stellen und achtete dabei peinlichst genau darauf, im Weiteren genau so zu sprechen, wie in russischen Filmen Ausländer sprechen. BINGO!, – es folgte eine Hotelbesichtigung. Ich durfte unser Zimmer aus drei Varianten wählen. “Es ist ein sonderbares Land”, sagte ich seinerzeit zu Lena, “wenn hierin die eigene (oder die befreundete russische) Sprache wenig zählt”. Ach ja, - und nun fällt mir noch ein, wie ich mir für die Rückfahrt nach Kiew Kärtchen mit den obligatorischen Wsjatki an die ukrainische Miliz zurechtgelegt hatte. Und wie effizient wir diese Rückfahrt gestalteten. Wurde ich angehalten war dies boxenstopmäßig: Motor blieb an, Lena sprinte mit Umschlag zum Polizisten, zurück ins Auto und wir fuhren weiter. Schade dass es keine Vergleichswerte gibt, aber ich vermute, wir haben damals den Highscore im Polizistenbestechen geknackt, nur Sekunden dauerte es jeweils, bis wir wieder unterwegs waren. “Kannst du dich auch noch daran erinnern wie komisch es war, als wir uns irrten?”, – erinnert sich Lena. Klar kann ich mich erinnern. Es gab eine Umleitung und ein Inspektor war als lebendes Umleitungsschild abgestellt. Was wir aber nicht wissen konnten. Als dieser mit seinem Stab fuchtelte und anschließend von Lena einen Briefumschlag bekam, sagte er: “Sie haben doch gar nichts gemacht, – ich wollte ihnen doch nur den Weg weisen…” Komisch: Mir fällt plötzlich noch viel mehr ein. Aber in Bezug auf die “Zwölf Stühle” bin ich blockiert.
Technorati Tags: Grenzlandgeschichten Die ersten deutschen Kolonisten wohnten im Kiewer Stadtteil Podil
Hier wurde auch im Jahre 1728 die erste private Apotheke gegründet.
Man weiß auch, dass G.-F. Bunge - der Vorsitzende der deutschen Gemeinde - 1767 den Philosophen C. K. Grahl aus Sachsen nach Kiew einlud, der am 5. August des selben Jahres den ersten evangelischen Gottesdienst abgehalten haben soll. Er führte auch das erste Kiewer Geburtenregisterbuch ein. Daher wissen wir, dass hier als erster K. H. Liewen, der spätere Minister für Volksbildung des Russischen Reiches getauft wurde. Mitte des 18. Jahrhunderts wuchs die Kiewer Gemeinde der Deutschen an, vor allem durch Übersiedler aus Danzig und Elbing. So wurde die soziale Zusammensetzung der Gemeinde heterogener. Neben den Offizieren, die sich am Bau der Kiewer Festung beteiligten, lebten von nun an auch deutsche Uhrmacher, Tischler, Goldschmiede, Bäcker, Apotheker und Ärzte in Kiew. Durch Spenden finanziert konnte 1794 mit dem Bau einer Holzkirche in Podil begonnen werden (Bauzeit 1794-95). Einige deutsche Familien ließen sich auch in Petschersk nieder. Heute wissen wir, dass ein gewisser J. Eiler eine Schenke unterhielt und dass auffallend viele deutsche Namen Anfang des 19. Jahrhunderts die Besitzer von Häuser in der zentralen Straße von Petschersk, der Moskowskaja-Straße benennen. Aber auch in den Vororten Kiews lebten Deutsche. Für sie war Landwirtschaft Haupterwerbszweig. In den Unterlagen von Borstschagiwka (Heute Stadtteil von Kiew) aus dem Jahr 1781 waren deutsche Landwirte registriert. (Vieles von dem, was ich soeben entdecke, ist für mich neu.)
Quelle: http://www.kiew.diplo.de/Vertretung/kiew/de/06/Kiewer__Deutschen/Kiewer__Deutschen.html
Technorati Tags: Deutsche in Kiew Zu den ersten deutschen Gemeindemitglieder der evangelischen Gemeinde von Kiew gehörte Apotheker Friedrich Bunge mit seiner Familie
Sie sind im 18. Jahrhundert nach Kiew gezogen. Und mit ihnen deutsche Handwerker und Bedienstete.
Der erste Pastor der Gemeinde hieß Christoph Leberecht Grahl. Er wurde 1744 in Sachsen geboren, studierte in Leipzig und beendete das Studium mit dem akademischen Grad "Der Weltweisheit Doctor und der freien Künste Magister". 1776 wurde er vom Apotheker Bunge als Hauslehrer für seine zwölf Kinder nach Kiew eingeladen. In Kiew überredete man den jungen Mann, obgleich er kein Theologe war, die geistliche Funktion in der Gemeinde zu übernehmen. Damals gab es rund 300 Seelen in der Gemeinde. Grahl starb im Jahre 1799. Sein Amt wurde daraufhin von Pastor Wilhelm Ferdinand Bauerschmidt übernommen. Bauerschmidt war in Schleusingen in Thüringen geboren und dort als Hauslehrer tätig. Die Kirchenbücher berichten, und wir können daher wissen, dass 1911 rund 14.000 Deutsche in Kiew lebten. Doch nach den beiden Weltkriegen hörte die deutsche Volksgruppe praktisch auf zu existieren. Heute sollen in Kiew noch rund 1.500 deutsche Nachfahren leben, hierzu kommen rund 300 Deutsche aus der Bundesrepublik als Angehörige der Botschaft sowie Firmenrepräsentanten und deren Familienangehörige. Auch die Kiewer Architektur soll punktuell von deutschen und deutschstämmigen Architekten geprägt wurden sein. So wurden verschiedene Amtsgebäude, das Hotel Kontinental, die Staatsoper, die Markthalle, das Gymnasium, Museen oder auch ein Reihe von Mietshäusern von deutschen Architekten entworfen. Manche Gebäude sind inzwischen restauriert.
Technorati Tags: Deutsche in Kiew So saßen wir also in der Kneipe, – Rembert und ich
Am Stammtisch sogar Auch Remmi hatte “Das Leben der Anderen” gesehen, – also hatten wir ein Thema.
Jedenfalls sei nach Remmis Auffassung der Film gar nicht sooo schlecht, besser als zu erwarten wäre, und dafür sei er sogar gut. Den Schauspieler Ullrich Mühe fand mein Freund im Übrigen zu dessen Lebzeiten immer super. “Er war ein großes Talent! Erinnerste dich: 88 im Polizeiruf…” * ich ging zwischenzeitlich auf die Toilette, kam von dort zurück, während Remmi sprach* “…und über Jenny Gröllmann hat er doch nur “was” gehört und nur das und nicht mehr hat er auch nur gesagt…” Ich stritt nicht mit. Plötzlich haben alle Menschen, die mich umgeben, zu den verschiedensten Themen eine andere Meinung als ich. Daher ist es an der Zeit, sich selbst neu zu positionieren, eigene Gedanken noch einmal zu überprüfen. Time Out. Aber unabhängig von Rembert und Ullrich Mühe: Wer ist eigentlich das größere Schwein: (Die|Der)jenige, der sich aus irgendwelchen Gründen von der Stasi als IM registriert sah (siehe “Osang, Die Nachrichten, S. Fischer, Frankfurt a. M. 2000”) oder (die|der)jenige, der glaubt beim Aktenstudium - oder schlimmer noch: in einer Boulevardzeitung - “was” gefunden zu haben und das Problem nun über eine erweiterte Super-Illu-Bild-Öffentlichkeit zu klären versucht? Es waren sechs Bier, ich zahlte und ging.
Technorati Tags: Das Leben der Anderen Wir sind ein Volk!
Ist das nicht toll? Fast – so glaubt man mancherorts nach 18 Jahren – gibt es keine Unterschiede mehr. Entsprechend wurden zahlreiche Prominente befragt, was ihnen an der Einheit gefällt. Und niemand scheint zu bemerken, dass das Trennende immer noch in unserem Unterbewusstsein nagt. So findet zum Beispiel Eventmanager Lars Dannenberg an der Einheit schön, dass “Städte wie Dresden und Leipzig eine Bereicherung für das ganze Land sind”, – und man wundert sich nicht über solches Gedankengut. Würde aber beispielsweise die Ostdeutsche Kathi Witt gesagt haben, dass sie die Einheit deshalb schön findet, weil nun Städte wie Stuttgart und München dazu gehören, hätte man sie zur Rede gestellt. Frau Witt müsste sich einer Journaille erklären und versichern, dies sei ein Scherz gewesen. Das genau definiert den bestehenden Unterschied.
Technorati Tags: Deutsche Einheit Viele Menschen können klassische Musikstücke dem jeweiligen Komponisten zuordnen
Sie wissen: Das eine Stück ist Mozart und das andere Beethoven. Wer sich ein bisschen interessiert, kann präzisieren: Die kleine Nachtmusik oder die Neunte. Oder weiß anhand eines besonderen Klangbildes, dass es die Sonate für Violoncello und Klavier a-Moll op. 36 von Edvard Grieg ist. Andere Rezipienten hören auch die unterschiedlichen Dirigenten und wer noch besser ist, erkennt die Erste Geige. So etwas kann natürlich auch für die Texte der Philosophen gelten: Schopenhauer, Hegel, Marx oder Kant erkennt man – selbst dann, wenn der konkrete Text inhaltlich unbekannt ist – auch an deren Satzbau. Noch viel mehr gelten solche Unterschiede für Literaten. Thomas Mann schrieb nun einmal anders als Bert Brecht, Christa Wolf und Volker Braun sind in ihrer herausragenden Qualität einzigartig.
So schreibt mein Lieblingsjournalist Harald Jähner über “Das Wirklichgewollte” meines Lieblingsautors Volker Braun. Besser kann man meines Wissens literarische Einzigartigkeit nicht beschreiben. Apropos “Harald Jähner”, – so werde ich nie schreiben können. Dies ist mir einfach nicht gegeben. Nicht in die Wiege gelegt, anerkenne ich neidlos. Ich lese Jähnerts Sätze und es entsteht das Gefühl dessen Worte müssten sich – bitte, bitte – irgendwie verselbständigen dürfen, aufsteigen, einen Rahmen annehmen, um dann in einem Texte-Louvre bestaunt werden zu können. Vielleicht liegt es an zu viel Fantasie, aber mir entstehen beim Lesen oft Gedankenbilder. So auch bei Alex Osang, der nun im Berliner Bötzowviertel lebt. Beim Lesen seiner Berichten verwandle ich mich regelmäßig (gedanklich) in den Wassertropfen eines Strudels, der auf einen gezogenen Badewannenstöpsel reagiert. Fühle ich mich – sozusagen - mitgezogen. Wiedemauchsei: Ich würde viele Texte zuordnen können, denn das genau ist es, was einen guten Journalisten auszeichnet: Diejenige verbale Einzigartigkeit, die zugleich auch jedem Rezipienten Gelegenheit gibt, Fantastisches zu spüren. Was im Guten gilt, lasse ich auch für das Schlechte gelten: So gibt es Weblogs, bei denen man das Gefühl hat – obwohl Privates vermittelt wird – eine Exceltabelle lesen zu müssen. Oder Blogs, deren Postings mit Müllsätzen zuschütten sind, bei denen sich eine Stimme aus dem Off meldet: “Suche dir gefälligst selbst raus, was du hiervon gebrauchen willst” (Die Haushaltsauflösungstexte). Natürlich werde ich nicht die Namen der Blogs meinen Vorwürfen zuordnen, denn wir sind alle Amateure. Ich auch. Doch es muss doch außer mir noch andere Menschen geben, die ebenfalls irgendwo einen Text lesen und - so wie ich - urplötzlich die Stimme Karla Kolumnas der Bibi-Bloxberg-Kassetten hören: “Sensationell, – das ist einfach sensationell!”. Oder Menschen, die einen Blogger sich verbeugen sehen, vor den Autoritäten, denen er zu gefallen wünscht. Und die Cowboys wahrnehmen, die jede andere Meinung mit roher Gewalt bekämpfen. Sogar virtuelle Gerüche können beim Lesen entstehen. Kalter Tabakrauch und schales Bier signalisieren Stammtisch. Vielleicht gibt es nur wenige Menschen, die beim Lesen auch mit anderen Sinnen empfinden…?
Florian Graf Henckel von Donnersmarck – nur um ein Beispiel zu nennen – kann sich leider davon wenig vorstellen. In seinem Film “Das Leben der Anderen” lässt der Autor die Stasi Schriftsteller nach den Typen derer Schreibmaschinen unterscheiden. Auch in Donnersmarcks Spiegelredaktion weiß nicht, dass man Literaten auch anhand ihres Textes unterscheiden kann, weshalb der Spiegelredakteur des Filmes konspirativ – in einer Torte verpackt – eine Reiseschreibmaschine aus Hamburg in die DDR bringt. Doch es lauert dennoch Verrat: Ein IM, den die Film-Stasi beim Spiegel in Hamburg eingeschleust hatte, liefert die Kopiervorlagen zurück nach Ostberlin. Nun rätselt man in der Normannenstraße: Diese Schreibmaschine kennt man nicht. Donnersmarck hätte einfach nur die Wikipedia zu bemühen brauchen. Unter “Anneliese Löffler” steht:
Die Stasi hatte also jederzeit Leute, die sie hätte fragen können. Höhepunkt des Wirrwarrs ist die Filmfigur “Typ aus dem ZK, Abteilung Kultur”. Im Film stimuliert er – aus welchen Gründen auch immer – die Stasi zu Höchstleistungen, indem er sagt: “Wenn Sie da was finden, haben sie einen großen Freund im ZK!”. “OMG, Was für eine Scheiße!?”, denke ich während der Vorstellung, wissend dass die DDR-Hierarchien völlig andere waren, –> diametral entgegengesetzte sogar. Man kam nämlich damals dortzulande nicht ohne Zustimmung der Stasi ins ZK, während derjenige, der innerhalb des MfS Karriere machte, dem ZK völlig unbekannt sein musste. Und Ullrich Mühe – der Hauptdarsteller – war doch wohl dasjenige Charakterschwein, das seine todsterbenskranke Ex-Frau Jenny Gröllmann - passend zum Thema übrigens - als IM beschuldigte (?!). Und der sogar mit Widerspruch in eine erneute Verhandlung vor das Gerichte zog (?!). (Auch den Widerspruch Mühes wies im Übrigen das Gericht ab und untersagte ihm, Jenny Gröllmann weiterhin als IM zu bezeichnen, da die Unterlagen des MfS nur Verdachtsmomente, jedoch keine Tatsachen lieferten) Da saß ich also ziemlich bedeppert vor dem Fernseher, während bei arte der Abspann lief.
Plötzlich war ich einsam. Stell Dir vor es ist Skandal, - und niemand regt sich auf!
Technorati Tags: Das Leben der Anderen Die Gehälter der ukrainischen Verkehrspolizisten sollen deutlich erhöht werden
Ab Januar 2009. So informierte gestern der Chef des Departments der GAI Sergej Kolomijez. Im Durchschnitt werde ein ukrainischer Verkehrspolizist mit 4.000 Griwna entlohnt werden. Diese Gehaltserhöhung beziehe sich in erster Linie auf diejenigen Polizisten, die bereits 10 Jahre dabei sind. Zugleich wurden auch die offiziellen Strafen für Verkehrsdelikte deutlich erhöht. Nach dem Gesetz soll beispielsweise ein Fahrer, der von einem ukrainischen Polizisten im angetrunkenen Zustand am Lenkrad erwischt wird, zwischen 2.550 und 3.400 Griwna Strafe zahlen. Die Zeitung Segodnja befragte daraufhin einen der staatlichen Wegelagerer, ob er unter den neuen, positiv veränderten Lohnbedingungen auf Wsjatki – auf die Bestechungsgelder – verzichten würde. Die Antwort ist klar und eindeutig: “Natürlich nicht!”. Diejenigen, die noch an der Trasse “arbeiten” seien in der Regel noch nicht so lange dabei, werden also von der durchschnittlichen Erhöhung der Gehälter nicht betroffen sein. Außerdem müssen sie schließlich die Hälfte ihrer Beute den Vorgesetzten abgeben. “Deshalb” – so Inspektor Wadim – “werden wir auch weiterhin bestechlich sein.”
Technorati Tags: Ukrainische Polizisten Man(n) ist doch immer wieder überrascht, von welcher Wirkung Blumen sind
Dabei kostet so ein Strunken nur drei bis fünf Euro. Meine ukrainische Frau brachte mir bei, dass ich mir als Mann mit einem Sträußchen Blumen in der Hand überhaupt nicht blöde vorkommen muss, und nach einigen zaghaften, aber erfolgreichen Probeläufen schleppe ich inzwischen Blumen überall dorthin, wohin es mir schwer fällt zu gehen, – wohin zu gehen vielen Menschen unangenehm ist. Auch zum Zahnarzt. Beispielsweise brachte ich heute dem weiblichen Personal einen Orchideenzweig für 3,50 Euro (Das ist im Übrigen etwa der gleiche Preis wie für einmal mit der Straßenbahn zum Arzt und zurück) und erhalte bestätigt: Es bedarf nur einer kleinen Investition, um an Privilegien zu gelangen. Ein kleiner Schritt in Richtung Blumenladen ist ein großer Schritt zu guter Behandlung, und inzwischen weiß auch der Arzt himself, wer ich bin. Die Schwestern vermittelten ihm dies (“Der Solf, - das ist doch der Nette, der immer so lustige Sachen erzählt”). Gestern abend brach mir ein Stück Brücke ab und für heute vormittag war zu meinem spontanen Termin bereits das Wartezimmer freigeschaufelt. Ich traf ein und der Arzt befand sich im Standby-Modus. Gegenüber einem Kassepatienten! Die Tipps die ich bekomme, um die obligatorische Zuzahlung zu mildern und ein vollgestempeltes Bonusheft sind darüber hinaus wesentlich mehr wert, als die drei bis fünf Blumeneuros zu jedem Besuch. Ach übrigens: Vorhin sagte mir der Arzt, dass er mich anfangs für einen Ausländer hielt, weil – … “Sie sind immer so nett zu meinem Personal” Kaum ein anderes Buch hat die Menschen des Ostens so geprägt, wie “Zwölf Stühle”
(Ilja Ilf, Jewgeni Petrow) Die erste Fassung des Romans erschien 1928 in der Wochenillustrierten “30 Tage” und seither sind viele Sätze aus dem Roman eine Bereicherung der russischen Sprache. ... Ostap Bender – der große Kombinator – ist die Inkarnation der slawischen Seele: Hoch gebildet, zugleich schlitzohrig, ständig den allgemeinen gesellschaftlichen Pathos ironisierend. … Die “Zwölf Stühle” sind voller Insidergags. Zum Beispiel findet vor allen derjenige die Frage “wieviel kostet eigentlich das Opium fürs Volk?” besonders komisch, der auch das Kommunistische Manifest kennt. … Unvollendeter Beitrag. Normalerweise kenne ich die Zeit die ich benötige, um ein Posting fertig zu stellen. Diesmal bin ich beim Suchen nach Textstellen – lesend - hängen geblieben. Derzeit habe ich anderes zu tun…
Technorati Tags: Zwölf Stühle Es ist natürlich Unsinn einem Übersetzer unformatiertes Rohmaterial zu liefern
Nach dem Motto: “Hauptsache es erst einmal geht los!” Erstens ist es unhöflich, unstrukturierte Sätze weiterzugeben, zweitens dauert es mindestens doppelt so lange, eine spätere Überarbeitung noch einmal zu überarbeiten (man muss de facto ein weiteres Mal neu übersetzen) und drittens übertragen sich die Nachlässigkeiten der Vorlage auch auf den Stil der Übersetzung. Irgendwie wird man salopper in der Ausdrucksweise. Und was in der Vorlage ein bisschen falsch ist, wird durch solche Übersetzung erst richtig falsch. Juristische Texte sind ein extra Thema: Zu groß sind die Unterschiede der ukrainisch-deutschen Rechtsgeschichte. Sogar 1:1 übersetzte Texte können von beiden Seiten nicht gleichermaßen wahrgenommen werden, denn an jeder Vokabel hängt auch ein Stück unterschiedlicher Lebenserfahrung. Doch oft hilft aber es schon wenn ein Text mit vielen deutschen Worten… …vorab ins Deutsche übersetzt wird.
Technorati Tags: Übersetzen Es scheint alles so absurd…
Wahrscheinlich liegt das daran, dass sich Bayern von Potsdam weit entfernt befindet. Und Kiew ist noch viel-viel weiter. Wie also – bitteschön - erklärt man Bayern einer Ukrainerin? Meine ukrainische Frau stellte gestern viele Fragen und ich bemerkte mit jeder Antwort, die ich ihr gab: Eigentlich ist bajuwarische Mentalität nicht kommunizierbar. Beispiel gefällig? Die SPD fährt in Bayern das denkbar schlechteste Ergebnis der Nachkriegszeit ein und SPD-Magets trötet jubelnd in die Mikros, die SPD habe ihr Ziel erreicht, weil dieses nämlich vor allem darin bestanden habe, die absolute Mehrheit der CSU zu knacken. Meine Frau vermutet nun, ich habe das Magets-Statement nicht richtig übersetzt. Sie ist fest davon überzeugt: So beknackt kann kein Parteichef sein. Plötzlich möchte ich eine Bockwurst essen
Mit Brötchen und Senf. Nichts gegen Lenas ukrainischer Küche, – die ist immer hervorragend. Sternekochmäßig sogar. Sie kann es wirklich gut: Salate, viel Gemüse, Obst. Und zu jedem gesunden Lebensmittel kennt sie eine Geschichte. Nun weiß auch ich: Trennkost hilft der Verdauung. Aber jeder Körper lebt mit seinen Erinnerungen. Und zu den Erinnerungen meines Körpers gehört auch der Geschmack von absolut ungesunden, aus wer-weiß-alles hergestellten Bockwürsten, die ihrerseits im Körperinneren als Retrospektive an jene schöne Zeit wirken, da wir noch ohne Gesundzeugs auskommen durften. Dass ich mit meiner Frau darüber nicht diskutieren kann, ist mir klar. Schon ein einfaches “Warum?” aus ihrem Munde würde mich aus dem Konzept bringen, denn die schnöde Sehnsucht nach ungesunden Geschmack steht argumentativ einem vor Schlachtung mit Hormonspritzen behandeltem Schwein gegenüber. Man kann in meiner Mini-Familie Bockwurstessen nicht als Bedürfnis darstellen. Bockwurst? - Nur heimlich. Also sage ich zu meiner Frau: “Aljonka, ich bin in gleich wieder da. Ich fahre nur rasch tanken”. “Prima Idee!”, antwortet Lena und will mit. Nun bin ich es, der “Warum?” fragt. Hierauf sagt sie, dass sie es schön findet, mit mir zusammen zu sein und dem habe ich nichts entgegen zu setzen. Okay. Ich verstehe: Heute gibt es keine Bockwurst. Einen kurzer Hoffnungsschimmer kommt dennoch auf: Meine Frau Lena erinnert sich plötzlich beim Tanken daran, dass unserem Kühlschrank irgendein Gemüse und kaltgepresstes Olivenöl fehlt, welches wir - bei der Gelegenheit des Unterwegsseins - aus “real” besorgen sollten. Mit diesem Umweg bin ich rasch einverstanden, denn ich weiß, dass am real-Eingang Bockwürste verkauft werden. Aber *seufz* das Geh-du-schon-mal-vor-ich-komme-gleich-nach funktioniert heute nicht, - ich soll unbedingt “mitgucken”. Wenn der Tag einmal verkorkst beginnt, geht er meist auch so weiter: Helden-Hertha verliert zu Hause gegen Cottbus. Was auch der Grund dafür ist, dass ich mir beunruhigt die Fernbedienung schnappe und durch die vielen TV-Programme zappe. Heute gibt es keine Sportschau, das tue ich mir nicht an! Und ich stelle eher beiläufig fest: Es gibt Tage, da bleibt man zappend bei jeder Kleinigkeit hängen, guckt sogar “Willi will’s wissen” oder “Sesamstraße”, während dies an anderen Tagen einfach nicht gelingen will. Das gleiche TV-Angebot scheint plötzlich nur noch Mist und Murks. Versehentlich zappe ich auf “Verstehen Sie Spaß” und sehe zum millionsten Mal die Aufzeichnung von Paul Potts Auftritt aus der britischen Castingshow. Der senile Elstner moderiert: “…und der gleiche Mann ist heute hier!” Der SELBE, Du Blödmann, der SELBE! Es gibt nur einen Paul Potts der Opern singt und irgendwann einmal Handyverkäufer war. Zapp, – weg! Doch zwischen dreimal hin und her gezappt lande ich wieder bei der ARD. Nun soll bei “Verstehen Sie Spaß” ein Witzbold einen Preis bekommen. Zuvor durften wohl die Zuschauer via Internet abstimmen, welcher Witzbold wohl der witzigste sei. Und – Trommelwirbel! - wir Zuschauer erfahren von Frank Elstner, dass ein Sternekoch aus Langenargen von den Zuschauern “die meisten Links" bekam. Ohr, – nee! 240 Programme und nur Mist. Doch ich kann mit dem Zappen nicht aufhören. Zappe hin, zappe her. Plötzlich sehe ich im Hessischen Fernsehen Eva Hermann eine Rudi-Carell-Recycling-Show moderieren und bleibe nun doch hängen. ‘Guck an, – die Nazige! Hattse ‘s also doch wieder ins Öffentlich-rechtliche geschafft…!?’ Aber Eva Hermann tut mir nicht den Gefallen, etwas Unkorrektes zu sagen. Sie ist zwar nicht witzig, aber korrekt. Was für ein blöder Tag! Dabei wollte ich nur eine Bockwurst essen…
Technorati Tags: Verbotene Bockwurst Auch in Potsdam wird gewählt, – nicht nur in Bayern!
Wir Brandenburger dürfen sogar panaschieren! Panaschieren – lernte ich – kommt aus der Sprache der Franzosen und soll “bunt machen” oder “mischen” bedeuten. Selten ist ein Wort passender als dieses! Ich, der Brandenburger, darf also bei der anstehenden Kommunalwahl drei Stimmen an unterschiedliche Parteien geben oder alles auf eine setzen. Damit habe ich eine Sorge weniger, denn ich halte meine Stimme(n) für wertvoll. Schon erinnere ich mich: Wie hatte ich mich gequält, bei der letzten Bundestagswahl (ich studierte damals die Wahlprogramme aller wichtigen Parteien) und gab schließlich die Erststimme einer Partei, die eine andere war, als die, die meine Zweitstimme erhielt. Ich wählte bewusst - zugleich aber auch zufällig - zwei Parteien, die nicht miteinander kompatibel sind. Das erste Kreuz galt dem Menschen, das zweite dem Wahlprogramm. Wozu solches Verhalten führen kann, wissen wir nun: In Deutschland regiert eine Große Koalition. In Potsdam ist es anders. CDU und SPD haben – gemeinsam! - im Potsdamer Parlament (bis kommenden Sonntag) nur eine mickrige Stimme mehr, als die Linke allein. Die Potsdamer Fragen:
Dunkelrot-Rot oder Dunkelrot-Schwarz wären hierzulande die Große Koalitionen, nur – aber das interessiert in Ypsilanti-Deutschland keine Sau – ein Zusammengehen der Linken mit der SPD scheint in Brandenburg ausgeschlossen. Man kennt sich wohl zu gut… Im Übrigen schafft Panaschieren, dass ab und zu ein buntes Häuflein in den Stadtrat einziehen kann. Man hat schließlich drei Stimmen, und wenn man mit einer Stimme einen Joke macht, fällt es wohl nicht sooo ins Gewicht. Was ist dagegen Bayern? Dort will man doch nur zwei Fragen beantwortet wissen:
Potsdam ist spannender. Natürlich gibt es Probleme wenn deutscher Ordnungssinn auf slawische Unsortiertheit stößt
So auch gestern. Ich war gerade dabei über die “12 Stühle” nachzudenken, – also über das Buch, welches die russische Sprache mit zahlreichen Geflügelten Redewendungen bereicherte. Und ich versuchte zu ergründen, ob es Zufall ist, dass das, was in Russland und dessen Nahem Ausland zur sprachlichen Bereicherung führte, eine Komödie war. Demgegenüber steht die deutsche Sprache, geprägt von Luther, Goethe und Schiller (Religion, Philosophie, Tragödie, Drama)... Das ist doch das andere Thema! Stimmt. Danke Mir! (Fast hätte es mich wieder zur Seite weggeschrieben.) Jedenfalls war ich gerade auf der Suche nach Sequenzen aus dem Film “12 Stühle” und klicke versehentlich – YouTube macht neuerdings Angebote – auf einen DDT-Konzertmitschnitt. Und zwar genau in dem Augenblick, in welchem meine Frau Lena vom Fitness zurückkehrt. “Lass das bitte laufen”, sagte sie. Und: “Das war meine Jugendzeit!” Hätte sie nur den ersten Teil gesagt, oder wäre ich Ukrainer, wäre der weitere Abend normal geblieben. Aber meine deutsche Seele zwingt zur Präzision. Ich kenne nämlich Lenas wahres Alter (weil man zu jeder Eheschließung auch eine Geburtsurkunde benötigt) und ich weiß, dass DDT erst so richtig bekannt wurde, nachdem sie bei einem Leningrader Rock-Festival vor 3.000 Zuhörern spielten, obwohl das Konzert für nur 1.000 Besucher zugelassen war, – nämlich erst nach 1987! Jedenfalls ist die Bekanntheit von DDT nicht unbedingt mit Lenas anatomischer Jugend kompatibel. Im Duell der Worte forderte sie mich schließlich heraus, “Jugend” zu definieren und ich fand – spontan! - in Bezug auf Musik eine Erklärung: Jugend ist dasjenige Alter, von welchem an beim Musikhören Glückshormone ausgeschüttet werden. Und sie ist begrenzt bis zu jenem Alter in welchem sich Musik automatisch in eine rein ästhetische Kategorie zu verwandeln beginnt. Also bis zu jenem Alter von welchem an man immer wieder verzweifelt und erfolglos versucht, jenes Glücksempfinden zu reproduzieren, was aber nicht gelingen kann, weil die körpereigene Hormonproduktion eine andere ist… Ein kurzes “Sanudswujesch” beendete die Diskussion. Lena sagte auch noch anderes, - was aber auch nichts zur Sache tut. Da ich aber schwieg, endete die nun folgende Diskussion einseitig harmonisch. Jedenfalls endete unser gestrige Abend kurios: Wir öffneten uns eine Flasche Rotwein, nahmen Feuerzeuge in die Hände und sangen feuerzeugschwenkend Karaoke “Что нам ветер…” Hätte man uns beobachten können, wäre es uns heute peinlich, - so aber waren wir einfach nur…. …zwei Bekloppte vorm Rechner.
Ein slawisches Gemeinwesen definiert sich zunächst über die Familie
An zweiter Stelle kommen die Netzwerke (die Freunde, die Bekannten), danach die Arbeit. Und erst an aller-aller-letzter Stelle kommt der jeweilige Staat mit seinem Rechtssystem. Dies gilt für die Ukraine ebenso, wie für Russland und es ist der eigentliche Unterschied einer slawischen Kultur zur abendländischen. Der Deutsche – beispielsweise - definiert sich vor allem als Individuum inmitten von Recht und Ordnung. “Der Starke ist am mächtigsten allein” wusste bereits Schiller. Und seit Jahrhunderten wird dortzulande das erste allgemeine Ordnungsprinzip bereits den Kleinkindern in die Wiege gelegt: “Geh nicht vom Wege ab!”. Wenn es einer deutschen Oma schlecht geht, wählt man die Grauen Panther. Mykola dagegen tankt in gleicher Situation seinen klapprigen Lada auf, um seiner Großmutter bei der Kartoffelernte zu helfen oder Möhren zum Basar zu bringen. Die Familie, Recht und Ordnung sind auch die Gründe, weshalb Mischehen als erfolgreich gelten können: Ein Partner bedient dem jeweils anderen dasjenige latente Bedürfnis, wovon Wie auch? - Es hat ihnen ja niemand beigebracht. Sie sehnt sich nach Recht und Ordnung, er nach Familie, - und zwar in jener Urform, wie es sie in Deutschland schon längst nicht mehr gibt. Slawische Schönheit ist dabei ein angenehmer Nebeneffekt. Grenzland erscheint nun auch in russischer Sprache
Google macht es inzwischen möglich. Und ich kann mich vor Lachen kaum halten: “Он фотографировал ваши ноги очень долго” ist nun die Übersetzung von “…so fotografiert, wirken deine Beine ziemlich lang” (was aber rückübersetzt bedeuten würde: “Er fotografierte ihre Beine sehr lange”, wobei das "ihre" auch noch als Anrede gemeint ist). Grenzland heißt bei Google übrigens “Пограничная полоса”. Auch das finde ich komisch. Wieder sind Ukraine-Analysen veröffentlicht
Diesmal mit einem Kommentar von Wilfried Jilge aus Leipzig. Ukraine-Analysen sind zuverlässig wie ein Währungsrechner. Unaufgeregt. Danke! Über sich selbst schreiben sie:
Wer das jüngste Exemplar downloaden möchte, – bitte schön:
Aber wieso zumteufel wird auch hierin von einer “orangen Revolution” geschrieben? Weil Strom gelb ist? Die Vokabel “Orange” im Gebilde “Orange Revolution” muss verfluchtnochmal GROSS geschrieben werden! Der Heilige Abend ist ja auch die Bezeichnung eines besonderen Datums und wird durch entsprechende Benennung nicht heilig, - so wie auch ein Krieg nie “vaterländisch” werden kann… Für die Anwendung der deutschen Sprache gibt es Regeln! Mich regt auch auf, dass es außer mir niemanden sonst aufzuregen scheint. Wilfried Jilges Klein-Orange darf sogar ein ganzes Lektorat passieren (Das einer Uni!). Hier wird nur gemeckert! Nun bringt mich Mir aus dem Konzept. Also: Wir können aus den Ukraine-Analysen erfahren, dass es in der Ukraine Neuwahlen geb…. Un da hammers widder: Neuwahlen! Furrrrchtbar! Gibt es denn Altwahlen? Oder anders: Gibt es andere Wahlen, außer Neu-Wahlen? Sind sie nicht alle irgendwie neu? Wenn es Ausnahmen geben könnte, würde niemand wählen gehen. Die Deutschen haben übrigens ein Wort für solcherart Fehler, – sie nennen ihn “Tautologie” (Einen “weißen Schimmel”, sozusagen). Wilfried Jilge meint natürlich vorgezogene Parlamentswahlen. Doch – fast vergessen - sein politischer Kommentar ist wirklich gut. Sie mag es nicht, wenn ich Bilder von ihr veröffentliche
Dabei ist sie eine wirklich schöne Frau. Aber auch eine die mich kennt, daher wohl das Misstrauen. Dabei sind mir in Vergangenheit einige wirklich gute Schnappschüsse gelungen: Lena engagiert in einer Diskussion, Lena erkältet und hilfebedürftig, Lena schimpfend über irgendeine Unzulänglichkeit, … – alles verboten. Inzwischen darf ich noch nicht einmal bereits von ihr “abgenommene” Bilder veröffentlichen, – ich könnte sie ja bearbeitet haben. Das Fotografiertwerden macht generell den Unterschied. Ukrainerinnen orientieren sich wohl eher an Frauenzeitschriften und posen entsprechend. Was zur Folge hat, dass ein Bild – so scheint es – wie das andere aussieht. Sie sind auf solchen Bildern einfach nur schön, aber ohne Ausdruck und Leidenschaft. Mir dagegen, ist das fotografierte Moment, zu welchem man als Betrachter die augenblickliche Befindlichkeit ehrlich nachvollziehen kann, hundertmal lieber, als zur Schau gestellte Ästhetik. Neulich waren wir gemeinsam im Park Sanssouci. Prima Gelegenheit – dachte ich – die neue Panoramafunktion des neuen Fotoprogramms auszuprobieren. Nun kann man fünf, sechs Bilder hintereinander machen und die Software friemelt diese einzelnen Bilder zu einem einzigen Bild zusammen, auch wenn man sie in ungeordneter Reihenfolge postiert. Darüber hinaus fotografierte ich noch einige Parkmotive: Statuen, Blumen und Gräser. Fast war ich fertig, da bemerkte ich, dass mir meine Frau Lena noch in der “Nun Lena”, sagte ich zu ihr, “will ich auch ein Bild von dir machen”. Woraufhin sie sofort auf eine Mauer sprang, - ich sollte sie von unten nach oben fotografieren. Ich lugte durch die Linse, drehte den Apparat in die Senkrechte, aber das was ich sah, schien mir unnatürlich. “Komm lieber wieder runter”, sagte ich daher… … “so fotografiert, wirken deine Beine ziemlich lang.” Ich schrieb: Der eine sammelt Geschichten, der andere Bilder von Lenin
Und: “Jeder hält das Tun des jeweils anderen für nicht sonderlich wichtig”. Was aber den Stalinisten von Stalinblog.de völlig wurscht ist. Für sie zählt nur die Meldung, dass es irgendwo jemanden gibt, der Bilder von Lenindenkmälern sammelt. Grenzland wird plötzlich als Überbringer der Frohen Botschaft gefeiert. Neee Leute, – so steht das nicht geschrieben!
Zu Stalin fällt mir eine Menge ein, - aber bestimmt nicht was Ihr lesen wollt! Die Ukraine hat das Einfuhrverbot für alte KFZ aufgehoben
Der WTO-Beitritt machte es möglich. Dennoch ist das Thema noch nicht interessant genug, denn zu den hohen Einfuhrabgaben, wie Zoll und Verbrauchsteuer, hatten die pfiffigen Ukrainer noch lange vor der Aufhebung des Einfuhrverbots in Gestalt des Gesetzes “N 427-V” einen weiteren Schutzmechanismus installiert. Dieses Gesetz (vom 6. Dezember 2006) behandelt die „erstmalige Zulassung“ eines neu hergestellten (und|oder) importierten Fahrzeugs auf ukrainischem Staatsgebiet. Demnach müssen bereits seit dem 1.1.07 bei „erstmaliger Zulassung“ eines Fahrzeugs bei der Verkehrspolizei (?) folgende Abgaben entrichtet werden:
Auf http://www.oanda.com/ kann man den Kurs des Griwna in Euro umrechnen. 100 Griwna sind demnach heute – am 22. September 2008 - genau 14,23240 Euro. Die neue Steuer macht den Erwerb von alten Fahrzeugen natürlich unrentabel. Man glaubt offenbar, hiermit den ukrainischen Markt schützen zu können. Jeder Deutsche der in der Ukraine Geschäfte machen will, sollte ukrainische Sprichworte kennen
Sie sind gelebte Lebensweisheiten. Man ist dortzulande stets geneigt, Sprüche als Vorgaben zu betrachten. Ein ukrainischer Spruch geht in etwa so:
Doch vielleicht gelten solche Sprüche nicht nur für Ukrainer? Werden auch andernorts angewandt? Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass die Windows-Live-Support-Mitarbeiter, die für Windows-Live-Hotmail-Plus zuständig sind, schlecht bezahlt werden, - denn so blöde wie deren Ratschläge sind, kann man eigentlich nicht sein. Und sie schaden – bewusst oder unbewusst - der Firma, in deren Auftrag sie helfen sollen. Ich solle alle Windows-Live-Updates deinstallieren – schreibt der, der mir eigentlich helfen sollte – dann würde alles wieder laufen wie zuvor. Danke Bruder, – das hätte ich nie vermutet! Jetzt erwarte ich noch den Hinweis, zu welchem Mitbewerber ich überlaufen soll.
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