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06/11/2009 Was für ein Landsmann sind sie eigentlich?
Ich bin Deutscher.
Heute habe ich Zeit. Viel Zeit. Ich kann ohnehin nicht weg und mir ist langweilig. Also erzähle ich geduldig, dass in meiner Erinnerung auch mein deutscher Großvater aussah, wie ich heute aussehe. Alte Fotografien dokumentieren Ähnlichkeit. Und da solches Aussehen seinerzeit, unter den Nazis, nicht sonderlich vorteilhaft war, trug mein Großvater (seinen|meinen|unseren) Stammbaum zusammen. Anhand der Kirchenregister. So kann ich also heute wissen, dass ein Strang meiner Vorfahren noch im 16. Jahrhundert in Thüringen ansässig war, ein anderer im Norden Deutschlands. Und alle, ohne Ausnahme, waren – großväterlicher Forschung folgend - Deutsche. Zumindest den amtlichen und kirchlichen Registern nach. Nun ist sie enttäuscht. Sie hatte wohl falsch getippt. Hat somit vielleicht im Klub eine Wette verloren. Vielleicht setzte sie zuvor ihre Jetons auf “Italiener” - Faites vos jeux! - und ihre Freundin auf “Grieche” - Rien ne va plus! - und sie haben nun verloren. Die Kugel trudelt auf ein weißes Feld. Er ist ein Deutscher. Doch plötzlich sehe ich einen Hoffnungsschimmer in ihren Augen.
Nun ist sie zufrieden. Wenigstens in dieser Frage lag sie richtig. Freudestrahlend will sie mir nun vermitteln, dass sie Ausländer im Allgemeinen und meine Frau im Besonderen mag. “Wissense - ich liebe nämlich die Russen!” TrackbacksThe trackback URL for this entry is: http://asolf.spaces.live.com/blog/cns!D4999C016034BC92!17647.trak Weblogs that reference this entry
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