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16/11/2009 Ein Löwe sitzt mit einem Stier in einer Kneipe
Plötzlich klingelt des Löwen Handy. “Es tut mit leid, ich muss los”, sagt der Löwe zum Stier, “meine Frau rief an.” DER Kneipen-Brüller! Der Stier gerät dies hörend in einen zügellosen Heiterkeitsausbruch: “Pantoffelheld! Die Frau rief an und er muss los – hihi-haha…”. Und man kann sogar sehen, wie sich der Stier lachend auf die Schenkel klopft. Was der Löwe so nicht stehen lassen kann. So drehte er sich um und sagt:
- deine Frau ist eine Kuh.” 25/10/2009 Sie heißt Ida Gramow
- oder Ina Gozykowski. Der Name tut nichts zur Sache, sie könnte auch Isolde Grabmal heißen. Wichtig für die nun folgende Anekdote sind ihre Initialen (“IG”). Diese wollte die Potsdamerin nach mühsam bestandener Fahrprüfung und dem Erwerb eines Gebrauchtwagens am Nummernschild ihres Autos wissen und gab hierfür, wie auch für ihr Geburtsjahr – 1988 – einiges Geld aus. Schließlich fand sie das Ergebnis “P-IG 88” zwar originell, aber nicht sonderlich aufregend. Nicht so das Volk. “Bekennendes Nazischwein” war eine der Interpretationen. 16/10/2009 Du kannst doch kein totes Pferd verlosen!?
“Doch, doch, ich erzähle einfach niemandem, dass es bereits tot ist…” Monate später laufen sie sich erneut über den Weg. Petja bemerkt sofort die feinen Kleider, das neue Handy, die Uhr, einige Accessoirs und sonstigen Reichtum. “Und?!”, fragt er neugierig, “wie ist es mit der Verlosung des Kadavers gelaufen?” Mykola grinst: “Spitze! Ich habe die Lose zu je 200 Griwna verkauft.” Petja schüttelt ungläubig den Kopf: “Aber gab es denn keine Reklamationen wegen des toten Pferdes?” “Doch, der Gewinner hat sich beschwert, ... ... aber dem gab ich seine 200 Griwna zurück.” 05/09/2009 Ein Mann kommt in ein polnisches Schtetl und bestellt sich beim Schreiner ein Sofa
Dieses wird aber nicht rechtzeitig hergestellt. Und der Mann reist ab. Zwei Jahre später kommt er wieder ins Schtetl - da kommt der Schreiner zu ihm, mitzuteilen, das Sofa sei nun fertig. Doch jetzt hat der Mann Einwände und trägt sie vor:
Der Schreiner lächelt. “Ja. Schauen sie sich an die Welt - und kommen sie, schauen sie sich an das Sofa!” 31/03/2009 Sie redet relativ laut, doch ich verstehe kein Wort
Zu groß ist die Entfernung bis zum Arbeitszimmer. Meine Frau steht telefonierend in der Küche und sieht beim Sprechen in Richtung Fenster. Außerdem spricht sie ukrainisch. Aber das spielt keine so große Rolle, denn ich würde sie wohl auch nicht verstehen, wenn sie Deutsch sprechen würde. Unser Obernachbar im Plattenbau ist nämlich Anhänger der Neuen Deutschen Welle, empfängt heute Gäste und feiert was, wahrscheinlich Geburtstag. Damit sind alle Sequenzen der Sprache mit Bässen und unpassenden Texten untersetzt. Skandal um Rosi. Jedenfalls erzählt meine Frau am Telefon einen Witz. Das weiß ich aber hundertprozentig, obwohl ich – wie gesagt – keines ihrer Worte verstehe. Erstens wird sie beim Sprechen plötzlich etwas lauter und zweitens ändert sich ihr Tonfall. Nun imitiert sie irgendwelche Stimmen, wird mal etwas piepsig, dann – kurz danach – tiefstimmig. Jetzt wage ich eine Prognose: Gleich wird sie für wenige Sekunden ruhig sein, eine kurze Pause machen, um anschließend über den eigenen Witz loszukichern. BINGO! Genau so kommt es, nur Sekunden später. Doch der eigentliche Witz ist: Obwohl ich nicht eine Silbe des Witzes verstand, …muss ich darüber lachen! 17/11/2008 Die Pause gibt mir Gelegenheit zu privaten Notizen
Zu solchen, die vielleicht nicht unbedingt ins Journal gehören. Aber die es ebenfalls wert sind, aufgeschrieben zu werden. So auch Inhalte des Telefonates meiner Frau mit einer ihrer Schulfreundinnen, die in Kiew verblieb und die sich nun von ihr - der Deutschlandexpertin – in regelmäßigen Abständen einige Fragen beantwortet wünscht.
Thema heute: Die Frauenbewegung und deren Folgen für die Gesellschaft. Ja, die deutsche Gesellschaft sei eine veränderte – doziert sie. Einerseits haben sich die Frauen einige Rechte erkämpft, wie zum Beispiel Quotenregeln und Frauenparkplätze, dafür müssen sie sich aber im Gegenzug auch ihre Blumen selbst kaufen und zahlen ihren Verzehr im Restaurant ebenfalls selbst …
“…die sind breiter.” 11/04/2008 Meine Witze werden also nicht verstanden
So-so! Wahrscheinlich liegt das an der Fantasie, die sich bei mir anhand einer Erzählung entwickelt. Bei dem Futschelmännchen, Typ "zerstreuter Professor" stellte ich mir - beispielsweise - vor, wie er mit einer Zeitmaschine ins 18. Jahrhundert ballert, dabei eher beiläufig einen Hund überfährt, gegen einen Baum knallt und somit zwei junge Menschen beim Sex stört. Coitus interruptus. Aber das gilt nicht für jedermanns Vorstellung. "Wurde die Frau umgebracht?", höre ich - auch dies ist nur ein Beispiel - von einer ansonsten klugen Freundin. Andere Reaktionen sind ähnlich. Niemand dachte - wie ich - daran, dass der Professor auf seiner Zeitreise vielleicht - aus Versehen - einen Kondom-Automaten repariert haben könnte, oder einfacher noch: Einen bestimmten Blickkontakt, der in damaliger Zukunft zum Verlieben hätte führen können, nicht zustande kommen ließ. Und der Mann erst: Im Bruchteil einer Minute erfährt er, wie sein blödes, langweiliges, unter Alkohol stehendes Leben hätte sein können, wenn nicht so ein Futschel Raum und Zeit durcheinander gebracht hätte... Hier ist - zum besseren Verständnis - der Witz noch einmal: Es klingelt. Ein Mann öffnet die Tür und sieht ein grauhaariges Futschel, Typ "zerstreuter Professor".
Das Männchen überlegt kurz. Denkt nach.
Wenn auch nun niemand lacht, lösche ich das Posting. 05/04/2008 Es klingelt
Ein Mann öffnet die Tür und sieht ein grauhaariges Futschelmännchen, Typ "zerstreuter Professor".
Das Männchen überlegt kurz. Denkt nach.
"Wahrscheinlich sind sie auch nicht verheiratet." 29/02/2008 Es ist die große Liebe
Selten genug findet solche statt. Sie trafen sich das erste Mal - eher zufällig - und in Berlin, sahen sich und verliebten sich ineinander. Und: Sie gaben ihrer Liebe Zeit, besuchten sich und ihre Eltern oft, verbrachten darüber hinaus bereits viele glückliche Stunden miteinander. Sie ist Ingenieurin und in einer Kiewer Firma Führungskraft, arbeitet sogar "pod prozenty" und ist somit am Umsatz einer erfolgreichen TOV beteiligt. Und er - der Deutsche - ist selbständig, befasst sich mit alternativer Energie, hat Aufträge, - es geht ihm gut. Beiden geht es selbständig gut. Als sie nach sorgfältiger Prüfung beschließen zu heiraten, steht für sie fest: Die Hochzeit soll in der Ukraine sein. Vor der ukrainischen Großfamilie und mit einigen Bewohnern jenes Kiewer Vorortes, in welchem sie aufgewachsen war. Ehemalige Mitschüler und einige Lehrer sind bereits eingeladen. Nun beginnen für das Paar die Mühen der Ebene. Es sind verschiedensten Papiere zur Vorlage zu erbringen, gegenüber ukrainischen Ämtern und der Deutschen Botschaft in Kiew, alle beglaubigt und überbeglaubigt. Sie wird noch - das können wir uns bereits denken - den inzwischen obligatorischen Sprachtest bestehen. Eines lieben Tages, auf dem langen Weg durch diverse ukrainische Ämter, und zurück von einem Termin bei einem Mitarbeiter der Deutschen Botschaft, stöhnte er ein bisschen vor sich hin: "Warum nur", spricht er halblaut, "müssen für eine Hochzeit so viele Unterlagen erbracht werden? Alle auch noch in ukrainischer Sprache? Alle auch noch beglaubigt und überbeglaubigt?" "Is-sa Maslo", weiß sein zukünftiger Schwiegervater, der den letzten Teil des Selbstgespräches vernehmen konnte und versteht. Der deutsche Bräutigam ist irritiert. "Is-sa Maslo? Wegen Öl?", fragt er nach. "Ja - wegen Öl." "Wenn das Öl eurer Panzer damals - 1942, vor Moskau - nicht eingefroren wäre, könntest du unter weiteren Umständen solche Unterlagen auch in deutscher Sprache abgeben." Ohne Überbeglaubigung, füge ich an diese Stelle hinzu. 30/04/2007 Petrowitsch - nach und wegen einer Feier ziemlich verkatert - wacht auf und findet einen gedeckten Frühstückstisch vor
An alles ist gedacht: Sogar an den Wodka zur Pochmelije. Petrowitsch reibt sich die Augen: Er sieht Blintschiki, Deruni - alles vom Feinsten. Der Tisch ist liebevoll zugerichtet und aus der Küche duftet Borschtsch. Er reibt sich die Augen und sieht sich um: Doch, es ist wirklich sein Haus. Irrtum ausgeschlossen. Da erscheint auch noch seine Ehefrau in der Tür und ruft freundlich: "Guten Morgen Geliebter - möge Gott noch lange dein Leben und unsere Ehe beschützen!" Nun ist Petrowitsch ist ratlos.
So seine Bitte an die Ehefrau.
Lass mich in Ruhe, du böses Weib, ich bin verheiratet!" 28/12/2005 Unterhalten sich zwei Fledermäuse
Sagt eine zur anderen: "Der beschissenste Tag meines Leben war der, an dem ich Durchfall hatte".
06/07/2005 Life is unfair, wusste bereits John F. Kennedy
So denkt es auch in mir, nach dem Gespräch mit dem Apfelverkäufer. Viele Rentner sitzen vor den Kirchen mit Blechnäpfen für die Spenden, andere säumen den Straßenrand und bieten an, was der eigene Garten so her gibt: Kartoffeln, Milch, Kefir, Saure Sahne (Smetana), Möhren, Äpfel. Also - denke ich – es ist vielleicht angebracht ein wenig abzugeben, krame einen Euro aus der Tasche und werfe die Münze einer Großmutter in den Blechnapf. Plötzlich tönt ein derber russischer Fluch aus einem ukrainischen Mund. Aus dem Mund der Blechnapfbesitzerin. Und ich weiß nicht was los ist - einfache Männer fluchen oft, Frauen selten. Und dass ältere Frauen fluchen ist selten. "Aber Mütterchen, was ist geschehen?", will ich wissen. "Du, Sohn einer Hündin, hast mir die Sahne verdorben!" 08/06/2005 Sie ist aufgestanden,
... und sieht in den Spiegel. Dann spricht sie, die Stimme der Stiefmutter aus der russischen Fassung des Märchens vom Schneewittchen und den sieben Zwergen imitierend, in den Spiegel hinein: "Spieglein, Spieglein an der Wand! - - Sag jetzt nichts, ich will mich einfach nur kämmen!" Ich tippe Elf-Acht-Drei-Drei
"Guten Tag, ich hätte gern eine Verbindung zur Firma WINGAS in Kassel."
...ich kann nicht so gut pfeifen". 06/06/2005 Menschenknäul im Regionalexpress Potsdam-Berlin
Ich hasse die körperliche Nähe fremder Menschen! Fremde Nähe ist mir selbst dann unangenehm, wenn (der|die) andere keinen Körpergeruch verbreitet. Kurz vorm Ostbahnhof frage ich zwei Frauen, ob sie denn beabsichtigen auszusteigen. Ich dachte - wenn nicht - wäre es sinnvoll mit einem Platztauschmanöver zu beginnen, bevor der Zug hält. Aber die beiden Damen haben ebenfalls vor, den Regionalexpress zu verlassen, zumindest geben sie es durch Kopfnicken zu verstehen. Plötzlich höre ich die leise zischelnde Stimme einer älteren Dame direkt neben meinem Ohr:
Die ältere Frau flüstert als seien wir konspirative Widerstandskämpfer.
Auch ich fange zu flüstern an - wieso eigentlich?
Wir werden immer leiser.
"Und? - Was haben sie geantwortet?" 09/04/2005 Ein Mann kommt mit ausgefüllten Lottoschein zur Annahmestelle
- und erkundigt sich, wann - im Falle eines Hauptgewinns - mit Auszahlung zu rechnen sei.
"Zu spät", sagt der Mann und erbleicht. "Die Kassenrevision ist bereits am Dienstag." Wir wissen der Witz ist alt - doch mir scheint er zu passen. Wenn man wenigstens feilschen könnte: Ich wäre von 8 Millionen Euro auf 4 Millionen, notfalls sogar auf Einhunderttausend Euro runtergegangen. Aber Lotto ist ein blöder Sport, wer die falschen Zahlen hat, hat keine Chance. Hoffentlich überweist ER wenigstens rechtzeitig das versprochene Honorar, meine Hausbank ist bereits unruhig. Sie meldet sich inzwischen immer häufiger um mir Dinge mitzuteilen, die ich ohnehin schon weiß: Das Konto ist überzogen. 05/03/2005 Rauchen oder Essen?
Früher gab es ein kleines lustiges Land östlich der Elbe. Alles in diesem Land war knapp, weil sowohl der König aus Sachsen, wie auch später der Saarländer und deren Freunde nicht mit Geld umgehen konnten. Besonders knapp unter all den Knappheiten waren Plätze in Gaststätten, was wiederum besonders dann unangenehm war, wenn man persönlich betroffen - also durstig - war. Eine Teillösung dieses Problems sahen die erfinderischen Eingeborenen im Tisch-Sharing. Fast immer teilten sich dort wildfremde Menschen Gaststättentische. Zu jener Zeit hatte ich einen Freund, dem verhaltenstechnisch so ziemlich alles wurscht war, was mit guten Manieren zu tun haben könnte. Er konnte zum Beispiel an einem Tisch rauchen, während andere Menschen am selben Tisch speisten. Eines guten Tages versuchte ein Fremder meinen damaligen Kumpel mit Ironie zu erziehen und sprach: "Mein Herr, ich hoffe ich störe sie nicht beim Rauchen, indem ich esse?" "Nein danke, sie stören nicht - die Musik ist laut genug." |
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