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    23/11/2009

    Dürfen wir reinkommen?

     

    Das fragt mich eine Frau mit zwei Kleinkindern.

    Klar. Gern. Willkommen an Bord!

    “… aber wir wollen uns nur den Hund angucken.”

    Na gut. Ich habe nichts dagegen. Es ist wenig Betrieb und Asterix freut sich über jede Aufmerksamkeit.

    Sie scheint eine gute Mutter zu sein, eine Pädagogin und Wissensvermittlerin, die offenbar jede Gelegenheit wahrnimmt, ihre Kindern zu lehren.

    “Gucktmal, der wedelt mit dem Schwanz – wisst ihr denn was es bedeutet, wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt?”

    Ja. Sie wissen es.

    “Das macht der Hund um zu zeigen, dass er nicht mit einer Katze verwandt ist.”

    Die kleinste Leute liefern oft die größten Sätze.

    18/11/2009

    Er ist im falschen Körper

     

    Das stelle ich heute früh beim Aufwachen fest.

    Wahrscheinlich kann, was für manche Menschen gilt, auch für Hunde zutreffen: Sonderheiten der Genetik. Du bist nicht der, den dein Körper vorgibt zu sein.

    “Du glaubst unser Asterix ist ein Mädchen?”

    Nein. Das glaube ich nicht.

    Ich glaube, er ist eine Katze. Die Kaninchenkeule ließ er gestern links liegen, bevorzugt Katzenfutter, spielt am liebsten mit einer Spielzeugmaus, hat einen sehr ausgeprägten Willen,

    - und kann sich nicht unterordnen.

    05/11/2009

    Genau zum Zeitpunkt des Gassigehens kommt ein Lampionumzug am Haus vorbei

     

    Mit einer Kapelle vorweg.


    Ich geh mit meiner Laterne
    Rabimmel-rabammel-rabumm

    Gassigehen wäre in solchem Augenblick sinnlos, ein Welpe weiß sich nicht zu verhalten. An der Leine hätte er sehr zum Ärger der Eltern und zur Freude der Kinder wahrscheinlich alles zerkläfft was eine Laterne trägt, und ohne Leine hätte er ebenfalls gelärmt, doch ich hätte ihn darüber hinaus nur schwer wieder einfangen können.

    Schöner Versuch – aber er blieb unvollendet. Ich nahm Asterix auf den Arm, ließ ihn etwas gucken, dann stiegen wir ein.

    Potsdam ist – dachte ich – auch eine Option.

    Aber auch hier, Am Stern, gibt es eine Parade mit Fanfaren, Kindern, Lampions und Tschingtarassabumm. - Was ist nur heute los? - Und, denke ich weiter, heute geht es dem Hund wie mir, wenn Freunde aus der Ukraine bei uns wohnen. Und wie es mir bei der Armee oft ging:

    Oft ist das Klo genau dann besetzt, wenn man es dringend nutzen muss.

    02/11/2009

    Asterix soll lernen

     

    Es geht nicht, dass ein Hund einfach so seine Kindheit verbringt.

    Sie hat recht: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

    So spazieren wir also im ehemaligen Grenzgebiet bei Dreilinden und verharren auf einer Lichtung.

    “Herbst” sage ich nun, damit der Hund kapiert, wieso die Blätter fallen.

    21/10/2009

    Er ist sexuell hyperaktiv

     

    Was typisch sein soll, für kleinen Rassen.

    Solche Hunde seien von der Evolution aufgrund ihrer Größe derart benachteiligt, so dass ihnen quasi genetisch aufgetragen sei, jede noch so kleine Chance zu nutzen, um Nachkommen zu zeugen.

    So erklärte es mir Lunas Herrchen, ein Anwalt für Verwaltungsrecht. Wir treffen uns hin und wieder auf einem Berliner Hinterhof zum Fachsimpeln, insbesondere über Hundeerziehung. Und: Es klingt oft logisch, was er sagt.

    Aber ich habe keine Zeit keinen Bock keine Zeit, die Evolutionsthese zu überprüfen. Mir genügt die Feststellung, dass unser Asterix bei wenig Auslauf in Kombination mit empfundener Zuneigung, anfängt zu onanieren. Und sich – witzig-witzig – hierfür bevorzugt irgendeine rechte Hand sucht.

    So auch die einer Bekannten. Plötzlich fing der kleine Hund an, ihre Hand zu begatten.

    “Er sieht in dir die Hündin”, war mein Versuch einer Rechtfertigung,

     - “das ist eine Beleidigung” war die andere Meinung.

    08/10/2009

    Die Mauerschwalben sind gezogen

     

    Seit heute sind sie weg.

    Es sind Zugvögel und es wird kälter. Was mir wahrscheinlich so nicht aufgefallen wäre, wenn ich nicht neuerdings jeden Tag, den Gott werden lässt, zur gleichen Zeit am gleichen Ort meinen unseren Hund gassi führen würde. Somit bin ich also “back to the nature”.

    Hierbei fand ich manche Beobachtung witzig:

    Wenn sich Schwalben erschrecken, deshalb auf- und hochfliegen, gibt es, wie bei jedem anderen Gemeinwesen auch, stets ein, zwei Leader die vorweg zischen und den anderen ihrer Art Signale senden. Dann folgt ein aufgeregtes Pulk, das Volk sozusagen, und schließlich, hinterher und verspätet, folgt immer ein Nachzügler - der typische Loser - der stets die allgemeine Aufregung verpennt und verspätet startet.

    Schwalben sind wie Menschen.

    08/09/2009

    Erna geht mit Frauchen regelmäßig durch den Babelsberger Park

     

    Asterix mit mir.

    Hier treffen wir uns. Oft.

    Meist behandelt unser Themenkatalog “Diverse Aspekte der Hundeerziehung”, denn auch Erna ist eine Welpe. Meine Sorge in unseren Gesprächen: Es gibt nichts, worauf mein Hund gierig wäre. Dergestalt dass man ihm irgendwas als Belohnung in Aussicht stellen könne, um ihn zu dressieren oder wenigstens zu irgendwelcher Einsicht zu bewegen.

    Bei allem was ich über die Erziehung eines Hundes las, könnte die zentrale Anweisung mit “Korruption” umschrieben werden. Aber dummerweise lässt sich Asterix überhaupt nicht bestechen. Er frisst zwar viel, nähert sich aber stets mit Vorsicht dem Napf. Und ich fand noch kein Leckerli, welches ein Schwanzwedeln hervorgerufen hätte.

    Ernas Frauchen glaubt, bei Welpen helfe Katzenfutter. Was ich ebenfalls probierte.

    Ja, er frisst auch Katzenfutter. Aber er nähert sich dem Napf ebenso vorsichtig, wie bei Hühnerfleisch, Trockenfutter oder Bockwurst.

    “Wir haben ein Problem”, informiere ich daher Kiew, “unser Hund lässt sich nicht korrumpieren”.

    Das sei ein lösbares Problem, erfahre ich vom anderen Ende der Leitung. Wir werden unseren Hund das nächste Mal in die Ukraine mitnehmen und wir werden sehen, wie er sich unter anderen Umständen verändert.

    Irgendwann wird auch er bestechlich sein.

    28/08/2009

    Heute früh ist mir doch tatsächlich der Hund ausgebüchst

     

    Er wollte nicht “hoch”.

    Es dauerte einige Zeit bis ich ihn fangen konnte, daher gibt es heute hier keinen Text. Und morgen früh kommt Asterix an die Leine.

    Das hat er sich selbst zuzuschreiben, der Hund, der!

     

    Aja - natürlich hat derjenige, der einen Schaden hat, auch stets Ratschläge zu ertragen.

    Wenn der Hund nicht hoch wolle – soll ich lernen - liegt dies eindeutig daran, dass er noch nicht ausreichend spazieren war. Sie selbst würde in solchem Fall noch eine Runde laufen, vielleicht sogar eine etwas größere. Und wenn er sich dadurch müde gelaufen habe, käme er schon hoch.

    Alles Leben ist die Kunst des Kompromisses, merke ich an. Man kann nicht immer Angenehmes mit Nützlichem verbinden. Und überhaupt: Was ist, wenn sich der Zeitpunkt bis zum Müdewerden immer mehr ausdehnt? Wenn es Graf Asterix beliebe, erst nach zwei Stunden "hoch" zu wollen? Man könne doch nicht immer warten bis so eine Töle fertig ist!?

    In solchem Falle werfe sie immer ein Stöckchen. Wenn er es anbringt, sei dies eine gute Gelegenheit ihn zu schnappen und anzuleinen.

    "Irgendwann wird er das Stöckchen nicht mehr bringen", gegenargumentiere ich.

    Doch heimlich ärgert es, dass mir dies nicht eingefallen war.

    23/08/2009

    Lustig ist so ein Hund

     

    So familienbereichernd.

    908 Asterix Man kommuniziert öfter, …

    “Heute früh hat er nur gestrullert, leider kein Groß”

    … geht gemeinsam durch den Park und wird von den verrücktesten Leuten angequatscht.

    “Na deeer is aba süss!”

    Wir entdecken: Die Eltern von “süßen” Kindern fragt man nach den Namen ihrer Schützlinge, Hundebesitzer nach dem Alter.

    Mir scheint, ich bin noch nie im Leben so häufig angequatscht wurden, wie dieser Tage.

    24/07/2009

    Asterix bringt automatisch das Stöckchen zu dem zurück, der es zuvor geworfen hatte

     

    Das konnte ich Flecki, Asterix Vorgänger, nie beibringen.

    90724 Asterix Fleck rannte zwar auch wild nach dem Stock. Doch wenn er ihn hatte, haute er damit ab und ließ ihn sich nicht mehr nehmen. Und alle Erziehung (Korruption mit Leckerli, Schimpfen, Kommandieren) war zum Scheitern verurteilt. Ich gab – obwohl ich lange hartnäckig war – schließlich auf.

    Asterix dagegen rennt und bringt, rennt und bringt, rennt und bringt. Sehr zur Freude der Kinder, die auf unserem Hof spielen.

    Genetik ist schwer nachzuvollziehen.

    28/10/2008

    Alle die von Freiheit träumen...

     

    …sollten Freiheit nicht versäumen.

     

        

    04/03/2008

    Am 26. Februar 2008 stand ich so gegen 5:30 Uhr auf dem Balkon.

     

    Viele Vögel zwitscherten.

    Wie schade, dachte ich seinerzeit (woran ich mich genau erinnern kann), dass ich mich nicht auskenne. War das eine Nachtigall oder eine Lärche Lerche? Entflogene Wellensittiche? - Keine Ahnung. Fakt war: Frühling kommt nach Potsdam.

    Heute früh war ich etwa zur gleichen Zeit auf dem Balkon und - alles war still. Kein Vogel, kein Geräusch - nix.

    Nun hocken die Vögel wohl in ihren Nestern und bibbern?

    09/08/2005

    Hey folks,

     

    - hier schreibt Fleck.

    Fleck am Rechner Habe gerade geilen Urlaub. Whuff!. Das Fressen schmeckt.

    Gestern gab es Bockwurst, heute Hühnchenfleisch und zwischendurch nasche ich Hundekekse. Einmal - das haben die gar nicht gemerkt - habe ich mir Leckerli gestohlen und im Wohnzimmer unter der Couch versteckt. Hoffentlich denke ich dran, wenn ich wieder abgeholt werde. Whuff!

    Baggersee macht Spaß. Ich verstehe nur nicht, warum die immer wieder das Stöckchen rein schmeißen, welches ich kurz zuvor herausgeholt habe.

    Na ja, Hunde gibt es hier auch, aber nichts zum Spielen. Alle sind angebunden.

    Grüße an alle, die mich kennen!

    Whuff!

    01/03/2005

    Es ist besser wenn das persönliche Leben strukturiert ist

     

    Mit festen Zeiten.

    Tageszielstellungen können helfen, den Tag nicht zu vertrödeln

    Einen Hund zu haben, wäre heute auch nicht schlecht: Er würde die Orientierungspunkte des Alltags vorgeben. Jetzt würde ich zum Beispiel - wenn ich einen Hund hätte - gerade vom Gassigehen zurück sein, würde mich gut fühlen, wäre motivierter als normal, denn ich habe ja bereits irgendwie irgendwas für irgendwen getan. Nun könnte ich gut gelaunt am Rechner sitzen.

    Statt dessen bin ich wach und schreibe unmotiviert.