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GrenzlandEin Gedankenjournal
Man kann eine Torte gut in zwei Teile teilen
So dass es gerecht aussieht. Auch in vier Teile kann man sie teilen, ohne dass sich jemand benachteiligt fühlen muss. Das Problem:
Die Lösung: Das Lebensgefühl der Menschen kann man auch an der Sprache der Lieder entdecken
… die in geselliger Runde gesungen werden. Ein Freund aus Litauen machte mich seinerzeit aufmerksam: Früher – so sagte er damals – sangen Litauer im Suff russische Lieder. Doch wenige Jahre nach der vollzogenen Unabhängigkeit fiel den selben Leuten auch dann wenn sie beschwipst waren, kein russisches Lied mehr ein. Überall konnte man sich wieder stark an heimatliches Lebensgefühl erinnern, dass (nach 40 Jahren wieder) auch unter Alkohol abgerufen wurde. Litauisch. Sass ich also gestern mit Teilen der ukrainischen Diaspora an einem Tisch (wir feierten einen Geburtstag) und zu später Stunde wechselte die Sprache der Witze ins Ukrainische. Obwohl wir ansonsten überwiegend Russisch reden. Kann das wirklich als Gleichnis gelten? Hmmm. Wahrscheinlich nicht. Manche Witze funktionieren nämlich nur in ukrainischer Sprache. Oder indem man die Figur des Witzes ukrainisch sprechen lässt. Hier ein Beispiel:
Der Witz funktioniert nur deshalb Halbukrainisch, weil einerseits gern die Kollaboration der Ukrainer mit den Deutschen in WW II belacht wird, wie auch – und vor allem! – die ukrainische Fähigkeit, selbst für die allerdümmste Situation eine Ausrede zu finden. Es war also ganz lustig gestern. Bis auf diese Blicke vom Nachbartisch! - Selten fiel mir das so auf wie gestern. Besonders schlimm war ein gläserner Blick, der immer wieder abwechselnd mich und meine Frau Lena musterte. “Was hat der, was ich nicht habe?” konnte ich entziffern und mir blieb von da an nur zu hoffen, dass der Mann vom Alkohol nicht noch mutiger wird. Was aber – zum Glück - nicht geschah. Die Erfahrung lehrt: Man wird mutige Trunkenbolde schlecht wieder los. Achübrigens, – ich habe einen neuen Witz gehört (Bzw. einen, den ich noch nicht kannte):
“…mein Personal glaubt nämlich, es spräche Englisch.” Eine Quest besonderer Art: Âventiure im nächtlichen Kiew
Взрослые украинцы, как дети, гоняют по Киеву на машинах, разгадывая загадки. Unverständlich? Also:
Und:
Immer mehr erwachsene Ukrainer der Hauptstadt (die Zeitung “Segodnja” berichtet heute von mehr als 1.000 Teilnehmern) begeben sich nachts auf Abenteuer. Auf die Suche nach kryptisch formulierten, teilweise skurrilen Aufgaben, die in verfallenen Häusern oder in sonstigen Verstecken zu finden sind oder die per Rätsel erraten werden müssen. Die Ritter Kiews sind während einer Quest in einer Nacht etwa 100 Kilometer im Auto unterwegs. Man kann drei Arten der Quest unterscheiden:
Dieser junge Mann (links im Bild) bereitet sich gerade auf eine der Aufgaben einer lustigen Quest vor, die lautet: Wirf deinem Partner über eine Straße Eier zu. Zehn Stück davon sollten (ganz | heil) bleiben. Die Leute rechts im Bild erhielten die Aufgabe im nächtlichen Kiew 3 Dreiliterflaschen ( = 9 Liter!!) mit unterschiedlichen Flüssigkeiten zu finden, um diese dann in ein Kondom zu füllen, welches nicht platzen darf. Die wesentlichsten Elemente einer Quest sind Mannschaft, Stab, Agent und Schlüssel. Die Vorbereitungen sind sehr umfangreich, der Spaß ist auch Geschäft. Jeder Teilnehmer zahlt Startgeld. So kann einer der zehn Veranstalter 15 Personen allein in Kiew (zuzüglich weiterer 40 Personen in anderen Städten der Ukraine) beschäftigen, die beruflich nicht viel mehr machen – und dafür auch bezahlt werden – als sich die Aufgaben für eine Quest auszudenken. Jobmotor Spaß. Wie bei allen Ritterspielen gibt es diejenigen Regeln, die zur Disqualifikation führen: Die Straßenverkehrsordnung ist einzuhalten, andere Teams dürfen nicht behindert werden, beim Veranstalter nicht registrierte Autos oder Personen dürfen während der Quest nicht in die Handlung eingreifen, fremde Hilfe ist nicht zugelassen. Den vollständige Artikel (die Quelle) findet man hier: http://www.segodnya.ua/news/12049475.html Also gut, – ich erkläre es
Es ist derzeit Sommerloch im Grenzland. Ungeplant, aber wahrscheinlich unvermeidlich. Ein mittelgutes Weblog (aufwärts) zeichnet sich dadurch aus, dass sich der zugehörige Blogger zum Thema Gedanken macht, sollte sein Blog monothematisch angelegt sein. Das wäre hier, an dieser Stelle, die Ukraine (und | oder) bikulturelles Zusammenleben. Worüber ich im Augenblick aufgrund mehrerer Umstände weniger nachdenke. Will man sich von einem Land für längere Zeit verabschieden, saugt man automatisch die Informationen der heimischen Umgebung stärker auf. Man denkt andere Themen. Spielen wir einmal das Spiel vom alten Bei. Mancher sagt auch einfach nur “Bei-spiel”:
So etwas will ich aber nicht ins Grenzland schreiben. Obwohl es mich beschäftigt. Hmmm. Vielleicht könnte ich mein PAP-Erlebnis meiner ukrainischen Frau zuschreiben? Um beim Thema zu bleiben. Was aber unehrlich wäre. Oder zumindest nicht so richtig ehrlich. -> Weil es mir passiert ist. Also:
Nee! Und so etwas möchte ich - eigentlich - nicht schreiben. Ihr Freund gibt ihr Rätsel auf
Jeden Tag mindestens eins. Ob sie sie lösen könne, lautet der Test. So sehe ich mich hin und wieder Anrufen ausgesetzt, höre mir die Rätsel des neuen Freundes der alten Freundin an und Was aber falsch ist, wie ich lernte. “Du kanntest das Rätsel schon” – so die maulende Kritik auf eine rasche Antwort. Heute nun, bei dem Rätsel mit der Gabelung, an welcher zwei Brüder wechselseitig den Weg weisen, der eine immer die Wahrheit sagend und der andere stets lügend, gab ich – der dieses Rätsel ausnahmsweise schon kannte – vor, erst einmal kurz nachdenken zu müssen. “Ich rufe zurück!”, sagte ich und ließ zwanzig Minuten verstreichen. So wirkt jede Lösung klüger. Die Ausgaben einer durchschnittlichen ukrainischen Familie für Grundnahrungsmittel beträgt inzwischen 51,4% des Einkommens
Damit wird das meiste eines ukrainischen Einkommens aufgegessen. So die Ergebnisse eines Ratings des Journals Forbes, worin 18 Länder der Erde anhand von 18 Parametern verglichen wurden. Für die Ukraine gilt weiter:
Wobei für (3) und (4) offenbar die Schattenwirtschaft in der Forbes-Liste nicht berücksichtigt ist. Jeder Ukrainer, der seinem Nachwuchs Gutes tun will zahlt extra, sei es für Nachhilfe oder für private Sonderschulen. Und das Gesundheitssystem (4) ist ein gesondertes Thema. Wie von uns erlebt. Wer nicht zahlen kann, oder wer nicht vernetzt ist, landet zunächst – wie seinerzeit meine Schwiegermutter – bei einem Schlaganfall im Flur eines staatlichen Krankenhauses mit der geringen Hoffnung, - dass ein Arzt zufällig vorbei läuft, um wenigstens das Problem zu diagnostizieren.
Quelle: Moin, moin…
Heute ist bereits der 1. August 2008 Wieder einmal produziere ich die Vorgaben für den neuen Monat. Die erste der Vorgaben ist unfreiwillig und kommt von der Waage: 89,6 Kilo stehen heute im Display. Zum Monatsende soll es wieder einmal weniger sein. Deutlich weniger. Das soll geschehen! (Die erste der rechnergestützten abrechenbaren Verpflichtungen für August 2008) Dann muss ich auch noch dieses erledigen und jenes.
Wenn ich nachdenke, bleibt unter dem Strich Bedarf an Strukturverbesserung. An der Verbesserung der zeitlichen Struktur des anstehenden Tages. An verbessertem Zeitmanagement. Manchmal zögert man und – schwupps! – ist plötzlich sinnlos Zeit vergangen. Man schafft einfach mehr, wenn man sich Ziele vorgibt, die man bei Erledigung abhakt. Und witzig: Wenn man sich abends fünf Minuten Zeit nimmt, aufzuschreiben, was man tagsüber erledigt hat, hat man dadurch zwar nicht mehr erledigt, - wohl aber ein besseres Gefühl. Oder – manchmal – auch nicht. Es ist 10:45 Uhr, irgendwo in Deutschland
Eine Frau mittleren Alters verliert ihr Notizbuch. Aus ihrer Handtasche heraus. In irgendeinem deutschen Supermarkt. Ein Mann gleichen Alters beobachtete dies und spricht die Frau an: “Ej, – du hast da was verloren…” Gleichzeitig - doch aufgrund der Zeitverschiebung nicht zeitgleich – verliert eine Ukrainerin gleichen Alters ebenfalls etwas aus ihrer Handtasche. Ein dies beobachtender Ukrainer hebt es auf und gibt es ihr zurück. Bei Kleinigkeiten sind Unterschiede oft am größten. Ach übrigens…
…ich ließ wieder Schlüssel nachmachen. Diesmal in Potsdam. Und Wunder: Die Rechnung betrug nur 27,60 Euro, und in der Leistung enthalten sind sogar erneuerte Absätze für Lenas Schuhe (€ 6,90). Und ein Schlüsselbund, nebst Schlüsselanhänger als Werbegeschenk. Sollten diese Schlüssel schließen, steht es 3:0 für Brandenburg. Drei Freunde wollen in einer Jugendherberge übernachten
In der Nähe von Lemberg. Der Direktor einer Herberge verlangt von unseren drei Freunden 223 Griwna, also (1) umgerechnet 30 Euro für ein Dreibettzimmer, also (2) zehn Euro pro Person und Nacht. Die nächste Herberge ist weit entfernt, die Freunde sind schon etwas gelaufen, also akzeptieren sie den Preis, der ihnen aber in Anbetracht der Ausstattung als zu hoch erscheint. Es vergeht etwas Zeit, die der Direktor der Herberge zum Nachdenken nutzt. Könnte es nicht sein, überlegt er, dass durch hohe Preise potenzielle Stammkundschaft vergrault wird? Außerdem ist zufällig auch dessen Namenstag und der Direktor hat plötzlich Grund zu Milde. Zu mildem Entgegenkommen. 25 Euro – umgerechnet - so beschließt er plötzlich, reichen auch für eine Übernachtung. Die drei Freunde sitzen bei jener Entscheidung bereits in einer Pinte. Abendessen. Zu ihnen schickt der Direktor seine Praktikantin mit einer Börse von 5 Euro (30 Euro – 25 Euro = 5 Euro). Sie solle doch bitteschön den drei Freunden dieses Geld zurück- und mit besten Grüßen übergeben. Hierbei handelt es sich um eine ukrainische Praktikantin, die ihrerseits überlegt: 25 Euro – welch unrundes und daher unnötiges Entgegenkommen des Chefs - lassen sich doch nie restlos durch 3 teilen. (Möglicherweise | Bestimmt) gibt es infolge der Rückgabe Streit. So entnimmt sie – der Einfachheit halber – der Börse 2 Euro, lässt dieses Geld in der eigenen Tasche verschwinden, und gibt den drei Freunden wenig später jeweils einen Euro zurück. Somit hat jeder der Freunde 9 Euro (10 Euro Anzahlung – 1 Euro Erstattung) bezahlt.
Umgerechnet natürlich nur, aber in Griwna wäre diese Aufgabe viel komplizierter. “Komisch”, denkt nun ein unvoreingenommener Leser des aufgeschlagenen Rätselheftes, “...wenn man zu den 27 Euro - die de facto bezahlt wurden - jene 2 gestohlenen Euro hinzu zählt, erhält man nur 29 Euro. Statt 30 Euro, wie es seine Richtigkeit hätte.”
Wo – zumteufel – ist der fehlende Euro? Manche Schlüssel fehlen
Sie sind im Laufe der Zeit verschwunden. Die Zeit war gekommen, Schlüssel nachfertigen zu lassen. Am Dessauer Edeka gibt es einen Schlüsseldienst. Dem Mann gab ich eine Vorlage für die Schlüssel, zahlte wenig später dreißig Euro und fuhr zurück, zum Grundstück meiner Eltern. Hier stellte ich fest: Die nachgemachten Schlüssel schließen nicht. Nach näherer Betrachtung wusste ich auch, dass sie nie funktionieren können. Die optisch sichtbare Abweichung zum Original ist relativ groß. Mistverfluchter! Das Grundstück ist in Osternienburg, der Schlüsseldienst in Dessau, das sind 20 Kilometer Normalstrecke, aber es wird darüber hinaus in Mosigkau gebaut und jener Ort muss auf dem Weg nach Dessau weiträumig umfahren werden. Wäre die Fahrt nur allein der Schlüssel wegen, würden der Benzinpreis bereits jetzt in etwa dem der Herstellungskosten der Ersatzschlüssel entsprechen.
Mit wem rede ich da? Mit einem bockigen Kind? Und überhaupt - so der Mann - vielleicht sei ja das Schloss defekt.
Den hierauf folgenden Vortrag erspare ich uns. Nur so viel: Laut irgendwelcher AGB übernehme wohl der Kunde die Verantwortung, wenn er bei Abgabe einer Vorlage das zugehörige Schloss nicht vorzeige, denn nur in der Einheit von Schloss und Schlüssel könne man als Hersteller gewährleisten… Mit solchem Widerstand hatte ich – ehrlich gesagt - nicht gerechnet. Mehr noch: Ich dachte zuvor naiv, dem Hersteller könne es peinlich sein, Murks geliefert zu haben. Aber weit gefehlt: Der Kunde ist schuldig. Denn: Hätte – wäre – könnte – müsste… Das ist mir zu doof. Ich nehme den Murks vom Tresen und beschließe auf Nachbesserung zu verzichten. Die verlorenen dreißig Euro klassifiziere ich als Schweigegeld. Klirr! So landen die Ersatzschlüssel im Mülleimer. Mal sehen, ob ein anderer Schlüsseldienst den Auftrag auszuführen in der Lage ist. Ein Potsdamer vielleicht? Wegen 30 Euro weiter zackerieren? – Nee. Mir reicht es bisher. In diesen Laden gehe ich nie wieder! Unschuld ist zum Kotzen. Die westliche Propagandamaschinerie läuft wie geschmiert
Sie wollen der Ukraine das schöne und friedliche Fußballfest 2012 abspenstig machen. So schreibt beispielsweise das Lügenblatt FAZ: „Die meisten Straßen sind katastrophal und Bahnschienen so marode, dass die Bewältigung einer 300 Kilometer langen Strecke etwa acht Stunden dauert.“ Das ist natürlich blanker Unsinn, diese Straße hier beispielsweise ist in tadellosem Zustand: Auch behauptet die FAZ, in Lemberg gäbe es Probleme mit der Wasserversorgung. Das stimmt nicht, - ich habe bereits mehrmals geduscht. Einmal sogar warm.
Quelle:
Nun fallen mir die alten Ulbrichtwitze ein. Regieanweisung: Man muss die Ulbrichtstimme ein bissel nachmachen, also sächseln beim Vortrag und dabei piepsen.
Walter Ulbricht lebt in Rüdisühlis Sätzen. Derzeit bin ich Pfleger
Wahrgenommene soziale Verantwortung. Das ist unter anderem auch interessant. So kann ich staunend beobachten, wie fest frühe Erinnerung eingebrannt ist. Immer – so scheint es - wenn das Kurzzeitgedächtnis nachlässt, tauchen plötzlich Erlebnisse auf, die man offenbar selbst schon für verschwunden hielt. Gestern waren Freunde meines Vaters zu Besuch. Diejenigen, mit denen er Anfang der Fünfziger gemeinsam Sie unterhalten sich.
Das interessiert mich.
Das weniger. Aber beim Hören der alten Geschichten überlege ich: Ob sich neben den Begebenheiten auch die damals damit verbundenen Emotionen reproduzieren? So wie sie einst waren? Also ob man mit verlorenem Kurzzeitgedächtnis und reproduzierten Alterinnerungen die Wertungen aus alten Zeiten (zurück-)übernimmt, oder ob alles eine Mischung wird...
Logisch. Jeder war mal “kleen”.
Andere erinnern sich auch.
Hmmm. Das dürfte logischerweise 49 Jahre her sein. Was – so denke ich nun - ist eigentlich meine früheste Erinnerung? Doch diesen Gedanken kann ich nicht ausdenken, ich werde durch Ansprache aus allen meinen Gedanken gerissen.
Dann der Knaller:
Diese Vermutung bringt mich aus der Fassung. Und: Mir fällt spontan nicht ein, wie man reagieren könnte. Die verständnisvollen Blicke der Runde sind mir plötzlich peinlich. Wir sind auf gutem Weg zu erfahren, wer wirklich die Besten sind
So trötet es Hans-Michael Holcer in die Welt hinaus. Der Holcer muss so reden, - Holcer ist Teamchef von Team Gerolsteiner. Er hat also ein bestimmtes Interesse an der Lüge. Mein Eindruck sind die Holcer-Worte nicht. Es wird – konnten wir erfahren – fleißig weiter gedopt. Und – so ein weiterer Eindruck – erwischt werden nur die Doofen. Aber der Weg auf dem sie sind, soll wohl ein guter sein... ROFL! Witzig ist übrigens, dass Holcer “WIR” sagt und sich somit einbezieht.
Besser wäre wohl: “Wir fangen langsam an zu begreifen, dass das Blut unserer Besten, sich von menschlichem sehr unterscheidet.” * Neulich, beim Einkaufen, irgendwo in Deutschland: Der alte Solf geht an einem Getränkeregal vorbei, sieht Mineralwasser, unter anderen auch Gerolsteiner, nimmt sich eine Flasche aus dem Regal und betrachtet sie. “Mutantenwasser” denkt es plötzlich in ihm. Vor 1 020 Jahren wurde die Kiewer Rus getauft
Somit wurde die russisch-orthodoxe Kirche gegründet. Zeit genug ist inzwischen vergangen, um nun endlich eine eigene, ukrainisch-orthodoxe Kirche zu etablieren. Aber kann dies die Aufgabe des Präsidenten eines Landes sein, eines politischen Menschen? “Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist” wusste bereits Jesus Bogowitsch (Markus 12, 17) und sprach anderenorts: “Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch” (Matthäus 20, 25-26). Egal. Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko bat in einer Botschaft an das ukrainische Volk aus dem
Der ukrainische Präsident bat schließlich um Segen für seinen Traum, “Segen für die Wahrheit, die Hoffnung, für unseren Staat, für die Ukraine”. Natürlich werde sich der Staat niemals sich in die Angelegenheiten der Kirche einmischen, dabei jedoch immer die Einheit der ukrainischen Christen unterstützen… Во имя Отца, Сына и Святого духа. - ENTER. Unsere Methoden neue Bücher auszuwählen sind unterschiedlich
Besser geschrieben: Sie stehen sich diametral entgegen. Bisher las ich immer die Rezensionen, Lesermeinungen und sonstige Netzpublikationen zu neuen Autoren. Zwar wissend, dass diese oder jene Meinung vom jeweiligen Verlag zur Erhöhung der Auflage eingestreut ist, aber immerhin – so glaubte ich – sich durch Vielzahl mehr oder weniger objektivierend. So lese ich inzwischen Zhadan, Serhij. Doch in zwei seiner Bücher (“Anarchy in the UKR” und “Depeche Mode”) gelangte ich nicht zu jener Stelle, die – wie durch Begleittext versprochen – fussballstadiengroße Veranstaltungsorte, angefüllt mit kreischenden Fans, rechtfertigen würde.... *seufz* Sie ist anders: “Rezensionen sind das Doping des Buchverkaufs” sagt sie und geht statt dessen davon aus, dass es unter Buchverkäufern Kiews auch Profis geben könne, dergestalt dass dieses Personal auch privat gern liest und – sozusagen – das Hobby zum Beruf hat. (Und daher | Oder deshalb) besser informiert ist. Mehr noch: Sie glaubt, solche professionellen Buchverkäufer(innen) erkennen zu können. Optisch.
LL sei – erfahre ich aus dem Internet – als Journalistin irgendeines Jahres ausgezeichnet. Vielleicht sind Preise für Journalisten das Doping der Zeitschriftenverlage? Keine Ahnung Mir. Aber ich bin aber neugierig, ob meine Frau mit ihrem Auswahlverfahren recht haben könnte. Also bestelle ich die “Hexen von Kiew” Heute ist bereits der 25 Juli 2008
Friday
Ich hatte im Übrigen nicht vergessen zu gratulieren, - ich erinnere mich immer gut an alle Geburtstage (Oft sogar gern). Gestern hatte ich einfach nicht die Nerven für soziale Kontakte (Tutmirleid). Weißt Du was, – ich schicke Dir einfach später eine Mail (Nachträglich). Mit einem Bild von einer Bank.
Nicht angekommen? Komisch. Naja, - dann isse hier noch einmal: Seit dem Beta-Blogger-Artikel des Spiegel bin ich geknickt
Doch (oder besser: Weil) ich finde, sie haben recht. Und natürlich lasse ich auch viele der Aussagen für mich und mein Grenzland gelten.
“Polemisch bis rechthaberisch. Ein bisschen in Nebensächlichkeiten abgleitend. Persönliche Attacken werden immer gern genommen.” “Blogs bleiben ein Nischenprodukt. Mal lustig, mal interessant. Sehr oft mit nichts als sich selbst beschäftigt. Aber insgesamt ohne große Bedeutung. Man spricht nicht darüber.” "Tatsächlich fällt mir kaum ein Blog ein, in dem ,Draußen' so was wie ein bestimmendes Thema ist. Eine ganze Reihe ,führender' deutscher Blogs bezieht seinen Inhalt weitgehend sekundär, schreibt Zeitungen ab und sucht irgendwelchen Entertainment-Müll im Internet." “Dass die Deutschen keine Nation von Blog-Warten geworden sind, ist kein Grund zur Häme. Eher zur Selbstironie. So schwach die Deutschen im weltweiten Vergleich als Blogger abschneiden, so gut sind sie als Bildungshuber. Die deutsche Ausgabe des Internet-Lexikons Wikipedia ist die zweitgrößte weltweit. Die Deutschen sind vielleicht kein Volk von Volkstribunen, aber eines von Oberlehrern” “…und von Polizisten”, kann man hinzu fügen. Sie habe sich – erfahre ich gestern – vor Monaten an einem Gewinnspiel beteiligt
Eine Mercedes-A-Klasse stand im Potsdamer Stern-Centre Man solle – so die Instruktion – nur eine ausgefüllt Karte in die leicht geöffnete Fensterscheibe werfen und eine der eingeworfenen Karten würde jenes Auto gewinnen. Lena verglich wohl seinerzeit die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen (1:14 Mio.) mit der Anzahl der Karten (vielleicht 100) die bereits im Auto lagen und dachte wohl “ich versuche es einfach mal…”. Und ich war nicht dabei, dies zu verhindern. “Nummer unterdrückt” steht im Display, - ein junger Mann will mit meiner Frau reden. Der Name, der vom Anrufer genuschelt wurde, klingt wie “Agentur zur Optimierung von Gewinnen” und ich erfahre, dass meine Frau die ersten Hürden überschritten habe, denn nur noch dreißig Anwärter auf jenes schickes Auto seien übrig. Daher müssen man nun die Daten abgleichen, damit – im Falle eines Gewinns – später alles reibungslos laufe. Nun lege ich den Hörer auf und denke: “Es gibt doch immer wieder Leute, die auf so einen Mist hereinfallen”. Sekunden später fällt mir aber ein, dass Lena auch zu jenen gehört und und nun fange ich an, still vor mich hin zu schweigen. Hmmm. Vielleicht ist ja alles falsch? Vielleicht war meine Frau wirklich unter den dreißig Auserwählten und nur mein rüdes Verhalten gegenüber dem Anrufer beraubte sie einer realen Chance? Vielleicht bin ich einfach nur zu misstrauisch für diese Welt? Von Ost nach West ist man immer schneller
Relativität der Gleichzeitigkeit. Immerhin ist es in Kiew bereits 8:00 Uhr, wenn es bei uns erst 7:00 Uhr ist. Anyway: 7:38 Uhr kommt der Zug mit Passagierin Lena aus Kiew in Berlin-Gesundbrunnen an. Dort werde ich sie abholen. Bei www.bahn.de kann man im Augenblick lesen: “Diese Verbindung liegt in der Vergangenheit”. Doch sooo schnell ist
Quelle für das Bild (welches nicht zum Text gehören sollte, aber dennoch irgendwie dazu gehört): http://www.farrail.net/seiten/touren/ukraine-diesel-2007-09.html Mein Fahrstil ist philosophisch
Man könnte ihn Immanuel-Kant-Stil nennen. Immanuel Kant, der große Sohn Königsbergs, entdeckte seinerzeit das Grundprinzip menschlichen Verhaltens für eine harmonisch strukturierte Gesellschaftsformation, indem er schrieb:
Was bedeutet:
Was wiederum für mich bedeutet, dass ich mir, wenn ich irgendwo auf einer Landstraße mit einer bestimmten Geschwindigkeit fahre, sicher sein kann, dass diese Geschwindigkeit - definitiv und gefahrlos für alle anderen Verkehrsteilnehmer - “allgemeines Gesetz” im Kant'schen Sinne sein könnte. Es müsste nur erlaubt sein. Was aber nie bedeuten kann, dass ich ein Raser bin. Im Gegenteil. Gestern - zum Beispiel - tuckerte ich mit 130 Stundenkilometern zwischen Quellendorf und Kochstedt und wurde dabei von zwei rasenden Motorradfahrern überholt. “Donnerwetter”, dachte ich sofort in jenem Augenblick, “die müssen mindestens 180 Stundenkilometer auf ihrem Tacho haben”. Was ich für zu schnell halte. Manchmal kann man auch darüber staunen, was alles nicht geschieht. Die Bilanz der Arbeit der ukrainischen Regierung ist offensichtlich negativ
Und was war das für ein Getöse zu Beginn der Amtszeit von JT! Doch “Wir werden…!” war nur Ankündigung, - die Fakten dagegen sind ernüchternd.
Nur die bösen lokalen Entscheidungsträger, so Timoschenko, trügen Verantwortung für die gestiegenen Brotpreise. Noch kann man nicht wissen, was die “lokalen Entscheidungsträger” hierauf erwidern werden, doch die Erfahrung lehrt: Misserfolg ist immer Vollwaise. Tatsächlich nimmt die Inflation in der Ukraine inzwischen bedrohliche Dimensionen an. So muss die Regierung ihre Inflationsprognose wieder und wieder erhöhen, derzeit von 15,3 auf 15,9 Prozent für 2008. Die den Endverbraucher besonders betreffenden Preissteigerungen bei den Gütern des täglichen Bedarfs erreichten im Mai sogar 31 Prozent. Im dem zur statistischen Berechnung der Lebenshaltungskosten herangezogenen Warenkorb machen Lebensmittel 50 Prozent der Ausgaben ukrainischer Konsumenten aus (in Deutschland zwölf), und deren Preise sind im Mai im Vergleich zum April 2008 um schwindelerregende 48,5 Prozent gestiegen. Der Wunsch war der Vater ukrainischer Regierungspolitik, - genährt durch große Träume. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass irgendein Stamm der Sarmaten in einer matriarchalischen Formation lebte
Damit bröselt natürlich alle Theorie. Was bleibt nun von meinem Eintrag vom 6. März 2008?
Mehr nicht. Alles andere des Artikels war die Auflistung von historischen Beobachtungen, die entweder nichts beweisen oder nicht bewiesen sind. Zum Beispiel kann die Beobachtung Herodots, "dass die Frauen der Sarmaten mit oder ohne Männer auf die Jagd gehen, mit Männern gemeinsam in den Kampf ziehen und mannesgleich gekleidet sind" als Beweis der Lebensform “Matriarchat” nicht ausreichen, denn wenn jene Beobachtung Herodots für die Definition einer matriarchalischen Lebensform ausreichend sein könnte, würde dies – angewandt - bedeuten, dass beide Deutschländer in den frühen Siebzigern des zwanzigsten Jahrhunderts unter matriarchalischen Bedingungen gestaltet waren. Was aber nicht stimmen kann, – für letzteres bin ich Zeitzeuge. Und: Der ständig wiederholte Bericht des Hippokrates von Kos, den Jungfrauen der Sarmaten ward die rechte Brust amputiert, damit sie besser den Bogen handhaben können, kann man inzwischen getrost unter “Fabeln und Märchen” ablegen. Mehr noch: Das Matriarchat – weiß man heute – ist zwar jene Zeit, in welcher Frauen kulturschöpferisch und prägend gewesen sind, aber dennoch nicht geherrscht haben. Es besteht wohl heute bei Historikern, wie auch bei Feministinnen Einigkeit darüber, dass es Gesellschaften mit Frauenherrschaft - im Sinne eines umgedrehten Patriarchats – nie gegeben hat. Ach so ist es also? Wieder einmal sehe ich mich gezwungen, mich zu korrigieren. Wieder einmal war etwas falsch, von dem, was ich schrieb.
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